Ein Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative
Wer morgens den Zug nimmt, sieht es Tag für Tag: volle Wagen, Menschen, die im Gang stehen, Bahnhöfe, die ständig umgebaut werden. Wer eine Wohnung sucht, erlebt es noch deutlicher. Und wer abends die Verkehrsmeldungen hört, weiss: Die Schweiz stösst an ihre Grenzen. Am 14. Juni können wir mit der Nachhaltigkeitsinitiative ein Zeichen setzen.
Die Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ist nicht extrem und sie stürzt die Schweiz auch nicht ins Chaos, sondern sie fordert den Bund dazu auf, nach jahrelanger Untätigkeit endlich etwas gegen das anhaltende Bevölkerungswachstum der Schweiz zu unternehmen. Seit der Jahrtausendwende ist unsere Bevölkerung von rund 7,2 auf über 9,1 Millionen gewachsen – fast zwei Millionen Menschen in einer einzigen Generation. Selbst im vergleichsweise ruhigen Jahr 2025 kamen netto noch über 74’000 hinzu, dreimal die Einwohnerzahl von Bülach. Niemand bestreitet, dass unsere Wirtschaft Arbeitskräfte braucht. Die Frage ist nicht das Ob, sondern das Tempo. Dass mehr Menschen aber auch mehr Autos, Züge, Wohnungen, Schulplätze usw. benötigen, liegt auf der Hand. Die Frage lautet nun also: Sind wir bereit, in Zukunft noch mehr Geld in die Infrastruktur und somit die Zubetonierung unseres Landes zu investieren, oder wollen wir am 14. Juni einen Kurswechsel bewirken und den Staat damit beauftragen, das Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen?
Damit auch junge Menschen sich in Zukunft eine Wohnung leisten können, bitte ich Sie
um Ihr «Ja» zur Nachhaltigkeitsinitiative.
